St.Veit Kirche

Die Kirche St. Veit ist mit ihrer jahrhunderte alten Geschichte für ganz unterschiedliche Menschen ein Ort der Besinnung und der Begegnung geworden.
Die Anfänge ihrer Grundmauern gehen zurück bis ins Jahr 1100 als die adeligen Ritter von Thann am Ort der heutigen Kirche ihren Herrensitz hatten. Urkundlich erwähnt wurde die ursprünglich als Nikolauskapelle errichtete Kirche schließlich 1464 als sie ihren heutigen Namen „St. Veit“ erhielt. Beide Namenspatrone sind noch heute im Inneren der Kirche in Form einer hölzernen Nikolausfigur und eines kleinen Glasbildes auf der Kanzelseite zu sehen.

Ende des 17. Jahrhunderts war die damalige Kirche allerdings durch einen Blitzeinschlag im Turm so stark beschädigt worden, dass sie von den Altenthannern fast vollständig abgerissen wurde. Doch bereits 1697 konnte die Wiedereinweihung der neu errichteten Kirche St. Veit gefeiert werden, so wie sie bis heute dank mehrfacher Renovierungsarbeiten zu sehen ist.

Ebenfalls aus der Zeit um 1700 stammen der Altar und die Kanzel mit der Abbildung der vier Evangelisten. Der achteckige Taufstein fand erst Mitte des 19. Jahrhunderts seinen Platz in der Kirche. Ungefähr gleichen Datums sind auch die Glasbilder im ehemaligen Läuteraum unter dem Turm, die nach dem 2. Weltkrieg nach Altenthann kamen und jetzt dort ausgestellt sind.

Das Wappen, das im Inneren der Kirche auf der Kanzelseite zu sehen ist, sowie der Gedächtnisschrein für Anna Helena von Grundherr aus dem Jahre 1759 verweisen auf eine weitere Besonderheit der Altenthanner Kirche. Sie unterstand von 1693 bis 2000 dem Patronatsrecht der Familie von Grundherr, die dadurch ein Mitbestimmungsrecht bei der Besetzung der Pfarrstelle hatte.

Doch was wäre eine Kirche ohne Menschen. Ein „Haus gebaut aus lebendigen Steinen“ soll die christliche Gemeinde nach dem  Neuen Testament sein. Und so ist die Kirche St. Veit über die Jahrhunderte für die Menschen aus Altenthann zu einem Ort geworden, der aus dem Dorf nicht wegzudenken ist. Aber gerade auch Wanderer, die auf dem Jakobsweg unterwegs sind, kommen gerne in die Kirche, um ein wenig innezuhalten.
In einem Buch im ehemaligen Läutraum sind alle BesucherInnen herzlich eingeladen, ihre Gedanken oder Gebetsanliegen niederzuschreiben.

Weitere Informationen über unsere Kirche finden Sie in unserem Kirchenführer!

Die Kirche ist meistens geöffnet. Wer einmal vor verschlossener Tür stehen sollte, kann sich gerne an unseren Pfarrer oder an die Mesnerfamilie Billhöfer (direkt neben der Kirche) wenden.

    

Fotos: Sandra Löhe (www.sandraloehe.de)